Physiotherapie

Das Therapieangebot:



Im folgenden finden Sie Beschreibungen zu den einzelnen Therapieangeboten…



Physiotherapie

Die Physiotherapie ist ein natürliches Heilverfahren, das sowohl auf passiven (durch äußere Kräfte, zum Beispiel vom Therapeuten geführten) als auch aktiven (selbständig ausgeführten) Bewegungen basiert.

Das Wiederherstellen der natürlichen Funktion.

Die Physiotherapie orientiert sich bei der Behandlung an den Beschwerden und den Funktions-, Bewegungs- bzw. Aktivitätseinschränkungen des Patienten, die bei der physiotherapeutischen Untersuchung festgestellt werden.

Die Behandlung ist an die anatomischen und physiologischen, motivationalen und kognitiven Gegebenheiten des Patienten angepasst. Dabei zielt die Behandlung einerseits auf natürliche, physiologische Reaktionen des Organismus (z. B. motorisches Lernen, Muskelaufbau und Stoffwechselanregung), andererseits auf ein verbessertes Verständnis der Funktionsweise des Organismus (Dysfunktionen/Ressourcen) und auf eigenverantwortlichen Umgang mit dem eigenen Körper ab. 

Das Ziel ist die Wiederherstellung, Erhaltung oder Förderung der Gesundheit und dabei sehr häufig die Schmerzfreiheit.
Wir helfen Ihnen, nach einer Operation oder einer Verletzung wieder auf die Beine zu kommen. 

Medizinische Anwendungsbereiche

  • Chirurgie
  • Orthopädie
  • Onkologie
  • Geriatrie
  • Innere Medizin
  • Lymphologie
  • Rheumanlogie



Manuelle Therapie

In der Manuellen Therapie sind die Hände (lateinisch manus = die Hand) das wichtigste Untersuchungs- und Behandlungsinstrument. 

Mit den Händen ertastet der Therapeut/die Therapeutin genauestens und sorgfältig Ihre Muskeln, Sehnen und hauptsächlich Gelenke. Es werden Blockaden erspürt und Funktionsstörungen an Ihrer Wirbelsäule oder jeglichen Gelenken erfühlt und genauestens befundet die Ihnen Schmerzen bereiten können. Ziel der Manuellen Therapie ist es, eine angemessene Behandlung durchzuführen und diese Funktionsstörungen zu beheben. Diese Handgriffe werden sowohl zur Schmerzlinderung als auch zur Mobilisation von Bewegungseinschränkungen eingesetzt.



Manuelle Lymphdrainage & Kompressionstherapie und Lymphtaping

Schon im 5. und 6. Jahrhundert vor Christus wurde das Lymphsystem als „weisses Blut“ erwähnt. Bei der Lymphdrainage handelt es sich um eine Therapieform, bei der gezielte Handgriffe zum Einsatz kommen, um starke Schwellungen an Armen, Beinen oder sonstigen Körperbereichen zu reduzieren.

Diese Schwellungen entstehen, wenn sich die Lymphflüssigkeit gestaut hat. Nach Operationen, Sportverletzungen, Entzündungen, während der Schwangerschaft, Arthrose oder der Entfernung von Lymphknoten (zum Beispiel im Rahmen einer Brustkrebstherapie) werden die Lymphknoten und Lymphbahnen verletzt, Flüssigkeit kann nicht mehr optimal abtransportiert werden. Mithilfe von speziellen Techniken soll der Stau der Lymphe im Gewebe aufgelöst und der Lymphabfluss gefördert werden. 

In Kombination mit einer Kompressionstherapie kann ein optimales Ergebnis erzielt werden.



Sportphysiotherapie

Die Sportphysiotherapie ist spezialisiert auf die Behandlung und die Prävention (Vorbeugung) von Verletzungen und Schäden durch Überbelastung.

Angewandt werden alle aktiven Therapiemassnahmen, ergänzt durch klassische, passive Behandlungsmethoden. Ziel ist eine intensive und individuelle sportartspezifische Betreuung in Kooperation mit dem Sportarzt, um dem Sportler den schnellen Wiedereinstieg in sein Training zu ermöglichen.

Sportphysiotherapeuten verfügen über ein vertieftes Wissen in den Bereichen Wundheilung, Narbenmobilisationen, Aufbau eines effektiven und individuellen Trainingsplanes und Belastungsaufbau nach Verletzungen. Die Sportphysiotherapie ist ein breitgefächertes Gebiet und wird für Hobby- als auch Hochleistungssportler verwendet.



Kiefergelenksbehandlung (CMD)

Zu dem Oberbegriff „Kieferbeschwerden“ zählen zum Beispiel Störungen, die durch eine Operation, Unfälle oder chronische Beschwerden der Halswirbelsäule (HWS), einen Kieferbruch oder eine Bestrahlung mit anschliessend eingeschränkter Kieferbeweglichkeit hervorgerufen werden können. 

Die mit Abstand häufigste Indikation, mit der wir es in der Kieferphysiotherapie zu tun haben, ist die sogenannte Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD). Bei bis zu Dreiviertel der Menschen ist das Öffnen des Mundes spür- und manchmal auch hörbar.

Von einer CMD im engeren Sinn spricht man erst, wenn die Patienten darunter leiden und sich beim Arzt oder Zahnarzt melden. Meist klagen sie ganz konkret über Schmerzen in der Kaumuskulatur, im Kiefergelenk oder in den Ohren.

Gründe für CMD gibt es viele: Stress, Entwicklungsstörungen der Kiefer oder auch Zahnfehlstellungen können sich negativ auswirken. Eine schlechte Kopf-/Körperhaltung begünstigt das Problem (der Kiefer öffnet sich bei geradem Rücken reibungsloser als in gekrümmter Haltung). Einer der Hauptauslöser ist das unbewusste, meist nächtliche Zähnebeissen oder Zähneknirschen, im Fachjargon „Bruxismus“ genannt. 

Falls die Zähne immer wieder und über eine längere Phase aufeinander gepresst werden, kann dies schädigend wirken: Die Zähne verschleissen, der Zahnhalteapparat, die Kaumuskulatur und das Kiefergelenk können verletzt oder fehlbelastet werden. Auch Muskeln, die zur Stabilisierung des Kopfes dienen, können in Mitleidenschaft gezogen werden. Als häufigster Auslöser für Bruxismus gilt der Faktor Stress. 

Genaue Ursachenforschung steht in dieser Behandlung bei der Befunderhebung im Vordergrund. Die Therapie wird individuell angepasst und wenn möglich mit dem behandelnden Zahnarzt ausgearbeitet.



Triggerpunkt-Therapie

Bei Triggerpunkten handelt es sich um lokal begrenzte Muskelverhärtungen (fast wie Knoten) in der Skelettmuskulatur, die für Ausstrahlungsschmerzen verantwortlich sein können. 

Die wahre und zumeist noch tieferliegende Ursache, dass Schmerzen überhaupt entstehen können, sind zumeist Fehlbelastungen im Alltag oder im Allgemeinen zu wenig Bewegung. Bei der Triggerpunkt-Therapie werden diese Punkte durch bestimmte Druck- und Dehnungsgriffe behandelt. Die Therapie kann schmerzhaft sein, führt allerdings sehr schnell zu einer deutlichen Verbesserung der Problematik.



Myofasziale Releasetechniken

Verdickungen, Verhärtungen oder Verfestigungen (Fibrosierungen) sowie Dehydrierung des Bindegewebes machen bestimmte Zonen weniger beweglich beziehungsweise lassen bestimmte Faszienzüge verkürzen.

Durch genaue Mobilisation und Manipulation dieser Gewebsstrukturen wird versucht das Fasziensystem auszugleichen und ihm zu neuer Balance zu verhelfen.

Die Beweglichkeit und Verschiebbarkeit des Bindegewebes wird verbessert, Gelenke werden entlastet, blockierte Gelenke lösen sich und alte Bewegungsmuster werden aufgelöst.



Schröpfen

Schröpfen ist Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Es ist ein jahrtausende altes Heilverfahren, das in verschiedensten Kulturen Tradition hat und die Giftstoffe aus dem Körper ausleitet. Beim Schröpfen werden die sogenannten Schröpfgläser direkt auf die Haut gesetzt und mittels Vakuum ein Unterdruck erzeugt. Lokal entsteht gewollt ein sichtbares Hämatom (blauer Fleck). 

Schröpfbehandlungen haben eine verspannungslösende Wirkung. Zudem wird durch das Schröpfen die lokale Durchblutung angeregt. Daraus resultierend können sich der Lymphfluss und ganz allgemein der Stoffwechsel im behandelten Areal verbessern. So entsteht ein Reiz im Organismus, der Blockaden auflöst und die Selbstheilungskräfte anregt.

Der Effekt dieser Behandlungsmethode ist das Lösen von Verspannungen im Bindegewebe. Auch zum Abbau von Stress eignet sich das Schröpfen ausgezeichnet.



Narbentherapie

Eine Narbe ist eine durch traumatische (z. B. Unfälle wie Verbrennungen, Schnittverletzungen, usw.) oder meist operative Massnahmen durchtrenntes Gewebe, welches durch Wundheilung wieder zusammenwächst. Oft gehen diese Narben mit einer Bewegungseinschränkung des Gelenkes (Gewebestop), Verklebung der Faszien und daraus resultierendem Elastizitätsverlust einher.

In der Narbentherapie werden schnellstmöglich mobilisierende, durchblutungsfördernde Massnahmen durchgeführt und der Patient wird unter anderem angeleitet, dieser Bewegungseinschränkung selbstständig entgegenzuwirken.



Domizilbehandlungen

Sind Sie nicht sicher genug auf den Beinen? Haben Sie keine Möglichkeit, Ihr Zuhause zu verlassen oder ist es mit zu grossen Aufwand verbunden?  Dann kommen wir sehr gerne zu Ihnen!

Jegliche aktive Therapieformen, Stabilisierungsübungen oder Kräftigungen können auf Sie persönlich angepasst und geübt werden. Auch passive Behandlungsmassnahmen wie z.B. Lymphdrainage und Mobilisationen sind problemlos durchführbar.

Selbstverständlich wird bei Domizilbehandlungen eng mit dem Arzt, der Spitex und den Angehörigen zusammengearbeitet.



Prävention und Beratung

Unspezifische Schmerzen sind insbesondere bei Büroangestellten ein weit verbreitetes Phänomen. Sie reduzieren das körperliche Wohlbefinden, die Lebensqualität und die Arbeitszufriedenheit und wirken sich in Form von gesundheitsbedingter reduzierter Leistungsfähigkeit aus und oft leidet das Privatleben unter den „Nachwehen“.

Ergebnisse verschiedener Studien deuten darauf hin, dass sich Übungen zur Stärkung des Rumpfes und der Wirbelsäule sowie eine Anpassung des Arbeitsplatzes gemäss ergonomischer Richtlinien positiv auf die Problematik auswirken können.

Gerne beraten wir Sie!



Kinesiotaping

Ein Kinesio-Tape (Physio-Tape, Muskel-Tape) ist eine Art hochelastisches Pflaster aus Stoff. Es dient bei Verletzungen oder Entzündungen von Muskeln, Bändern oder Gelenken als Stabilisierung, ohne die Beweglichkeit einzuschränken. Ziel ist es die Genesungszeit zu verkürzen und Schmerzen zu lindern, oft begleitend zu einer anderen Therapie. 

Die Hauptaufgabe besteht darin, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und zu unterstützen.

Zwar fehlen wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit, dennoch scheint sich bei folgenden Indikationen eine positive Kinesio-Tape-Wirkung zu entfalten:

  • Muskelverletzungen (Schmerzen, Zerrungen, Überlastung, Entzündungen, Faserrisse, …)
  • Gelenkverletzungen (Schmerzen, Überlastung, Entzündungen, Schwellung, Instabilität, …)
  • Bandverletzungen (Schmerzen, Überlastung, Entzündungen,   Bänderriss)
  • Migräne
  • Ödeme (Wassereinlagerungen, Schwellungen -> Lymphtape)

Insbesondere bei Sportverletzungen wird das Kinesio-Tape durch seine stützende Komponente gerne auch zur Schonung angewandt.



Funktionelle Bewegungstherapie

Die menschliche Bewegung wird unterschieden in Alltagsbewegung und sportliche Bewegung. Letzteres meint alle Bewegungen, bei denen nicht die Bewältigung von alltäglichen Handlungen als Ziel im Vordergrund steht.

Sportliche Bewegung zielt somit immer auf einen Erhalt oder die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Selbstwahrnehmung und eine verbesserte Körperhaltung stehen hier im Vordergrund.



Dorn-Methode

Die Dorn-Methode  ist eine Hilfe zur Selbsthilfe. Der Therapeuten kann durch Abtasten der Wirbel erkennen, welche durch verkrampfte Muskeln in einer falschen Position blockiert sind. Durch lösen der Muskulatur gleiten die Wirbel von alleine in ihre Position zurück. Das geschieht unter leichtem Druck des Therapeuten und rhythmischen Bewegungen des Patienten.

Die Behandlung beginnt immer mit der Überprüfung der Beinlängen, da ein Beckenschiefstand häufig der Grund für unterschiedliche Beinlängen ist. Dieser Schiefstand bildet die Grundlage verschiedenster Probleme im Bereich der Wirbelsäule und es gilt ihn bei der Wirbelsäulenbehandlung nach Dorn als Erstes zu korrigieren. Die Dorn-Methode wird immer von unten nach oben durchgeführt, also von der Lendenwirbelsäule zur Halswirbelsäule.

Die Patientin oder der Patient wird durch auf die Beschwerden abgestimmte Eigenübungen in die Behandlung mit einbezogen. Dies soll die Wahrnehmung für den eigenen Körper intensivieren und eine Wiederholung der Übungen zu Hause erleichtern.

Ziel der Dorn-Methode:

  • Kontrolle der Beinlänge
  • Regulation von Becken und Kreuzbein
  • Einen Ausgleich von Abweichungen in der Wirbelsäule (Lenden-, Hals- und Brustwirbelsäule). Einpendeln der Wirbel
  • Ein Positionieren von Gelenken an Armen und Beinen
  • Lösen von Blockaden



Physiotherapie für Schwangere

Eine Schwangerschaft bringt eine Vielzahl von körperlichen und psychischen Veränderungen mit sich – häufig geht sie leider auch mit körperlichen Beschwerden wie z.B. Schmerzen im Rückenbereich einher. Von ärztlicher Seite kann meist nicht viel geholfen werden, da die gängigen Schmerzmittel von Schwangeren nicht genommen werden dürfen. Dadurch wird die (werdende) Mutter während dieser eigentlich so schönen Zeit belastet, was sich unter Umständen auch auf das Baby auswirkt, gilt doch die Aussage:

„Geht es der Mutter gut, geht es auch dem Kind gut.“

Hier kann die Physiotherapie gut unterstützen und in verschiedenen Bereichen lindern, wie z. B. bei;

  • Schwellungsneigungen an den Füßen oder Beinen
  • Schmerzen im Rücken-Beckenbereich
  • Symphysenschmerzen
  • Gewichtsbedingte Schmerzen, beispielsweise an den Füßen
  • Schmerzen in den Armen (einschlafende Hände)
  • Kopfschmerzen/Muskuläre Verspannungen im  Rücken/Nackenbereich
  • Postnatale Beschwerden jeglicher Art